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Freunde des Laufsports Austria

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Aktuelles

Das Zeichen am Baum (12.12.2022) - Gedicht von Gerhard Hovorka für die FDL

 

Dezembermorgen. Ich laufe auf der Hauptallee im frischen Schnee.

Die Allee schaut heute endlos aus.

Viele Male bin ich hier mit dem Verein gelaufen.

Ich weiß, die Hauptallee ist nicht endlos.

Die kahlen Kastanienbäume stehen mir Spalier.

 

Im hinteren Teil scheint plötzlich die Sonne.

Mehr Schnee, keine Leute.

Hier ist er, der Baum mit der aufgemalten Drei.

Einer der Bäume mit der Markierung vom Laufverein.

Ein wichtiger Orientierungspunkt beim gemeinsamen Training.

Und jetzt immer noch für mich.

 

Den Laufverein gibt es nicht mehr.

Die Zeit und die Pandemie waren zu viel ihn.

Die Läufer und Läuferinnen aber gibt es noch.

Und der Orientierungsbaum ist noch jung.

Er wird uns allen noch viele Jahre Kennung und Orientierung sein.

Vor allem im Winter wo es uns in verstärkt in die Hauptallee zieht.

 

Der Winter.

Der Paprika auf meiner Loggia ist heute Nacht endgültig erfroren.

Aber die Brennnesseln haben überlebt.

 

Der 1. Stadtspazierer der Freunde des Laufsports

27. Februar 2016

Bericht Philipp

 

(Anmerkung: ein Lauf mit Geschichte(rl)-Stationen in einem gemütlichen Tempo, das für die meisten FdL ein Spaziertempo ist!) fand bei recht rauem, windigem Wetter statt. Trotzdem waren mehr als 20 Freunde des Laufsports dabei, die ganz neugierig waren auf meine Geschichten aus dem alten Wien! Vom Johann-Strauß-Denkmal am Wienfluss, der keltisch Vedunja (Gebirgsbach!) hieß und der Stadt seinen Namen gab, liefen wir entlang der alten Limes-Straße in die Innenstadt. Der römische Limes (Grenzbefestigung an der Donau gegen die Germanen – nur mäßig erfolgreich!) war auch eine sportliche Einrichtung: von den Stützpunkten, die ca. 40 km auseinanderlagen, liefen Botenläufer auf der Limes-Straße jeweils 20 km aufeinander zu, um die neueste Nachrichten auszutauschen. Die Besten haben für ihre Strecke angeblich nur knapp mehr als 1 Stunde gebraucht!

Wir gingens langsamer an. Am Michaelerplatz schauten wir die Ausgrabungen an und umrundeten dann das alte römische Militärlager: vom ehemaligen römischen Eckturm Freyung / Tiefer Graben (natürlicher Graben des Ottakringerbaches) zum Eck Maria am Gestade /Salzgries, weiter am steilen Donauabbruch vorbei an St. Ruprecht, der ältesten Kirche Wiens, zum Lagereck Rotenturmstraße, die Rotentumstraße bis zum Eck am Graben und über den Graben, den die Römer als Verteidigungsgraben gegen den ungeschützten Westen ihres Lagers ausgehoben hatten. Größer wars nicht, das Römerlager! Mitten drin gibt’s heute am Hohen Markt das höchst sehenswerte Römermuseum.

Wir umrundeten den Stephansturm, die Magdalenenkapelle und die Minoritenkirche, besuchten in der Bäckerstraße die Kuh mit Brille und beendeten unseren Lauf beim ältesten Wirtshaus Wiens, am Rennweg 16, einer Garküche in der römischen Zivilstadt, die sich entlang des Rennwegs erstreckte. Das Wirtshaus wurde vor einigen Jahren erst entdeckt, als die ehemalige Staatsdruckerei zum Hotel Belvedere umgebaut wurde.

Auch wenn uns ein ziemlich kalter Wind ins Gesicht blies, wars doch ein spannender und unterhaltsamer Stadtspazierer (ca. 6,5 km) in die römische und mittelalterliche Geschichte Wiens.

 

Der zweite Stadtspazierer führt uns am Freitag, dem 29. April ab 17 Uhr, Treffpunkt beim Gedenkstein neben der Sportleroase, ins Rote Wien. Voraussichtliche Länge 10 km. Ich freu mich drauf!

 

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