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Aktuelles

Das Zeichen am Baum (12.12.2022) - Gedicht von Gerhard Hovorka für die FDL

 

Dezembermorgen. Ich laufe auf der Hauptallee im frischen Schnee.

Die Allee schaut heute endlos aus.

Viele Male bin ich hier mit dem Verein gelaufen.

Ich weiß, die Hauptallee ist nicht endlos.

Die kahlen Kastanienbäume stehen mir Spalier.

 

Im hinteren Teil scheint plötzlich die Sonne.

Mehr Schnee, keine Leute.

Hier ist er, der Baum mit der aufgemalten Drei.

Einer der Bäume mit der Markierung vom Laufverein.

Ein wichtiger Orientierungspunkt beim gemeinsamen Training.

Und jetzt immer noch für mich.

 

Den Laufverein gibt es nicht mehr.

Die Zeit und die Pandemie waren zu viel ihn.

Die Läufer und Läuferinnen aber gibt es noch.

Und der Orientierungsbaum ist noch jung.

Er wird uns allen noch viele Jahre Kennung und Orientierung sein.

Vor allem im Winter wo es uns in verstärkt in die Hauptallee zieht.

 

Der Winter.

Der Paprika auf meiner Loggia ist heute Nacht endgültig erfroren.

Aber die Brennnesseln haben überlebt.

 

 6h Stundenlauf in Lassee – 28.03.2015

 Alex Karas 

Beflügelt durch die erfolgreich absolvierte Ultralaufcupteilnahme 2014 meldete ich mich bereits am ersten Nenntag für die 1. Station des Ultralaufcups 2015 in Lassee an und ergatterte die niedrige Startnummer 6.  Doch in Gegensatz zu den Schifahrern dürfte ich mir aufgrund der niedrigen Startnummer wohl keinen Vorteil gegenüber den anderen Läufern erwarten. Vom Winde verweht – unter diesem „Motto“ wurde heuer das härteste Rennen in Marchfeld  bereits zum vierten Mal als Benefizveranstaltung zu Gunsten des Sternthalerhofes ausgetragen. 

  

Da die Vorbereitungszeit leider sehr durchwachsen war und die Grippewelle auch vor mir nicht Halt machte,  hatte ich in den Wochen zuvor starke Zweifel überhaupt am Start stehen zu können, geschweige in die Cupwertung (mind. 43,5 km) zu kommen. Daher musste ich am Renntag letztens froh sein, wieder gesund am Start zu stehen, wenngleich als Vorbereitung die langen Laufeinheiten fehlten.  So  stand als erstes Ziel einmal die HM -Distanz locker durchzulaufen, was letztens auch sehr gut gelang. Ab der 3 Stunde konnte ich jedoch  mangels fehlender Grundkondition meine Beine nicht mehr  „am Laufen“ halten. Es  galt jetzt das nächste Ziel die 43,5 km  anzupeilen, dazu hatte ich noch genügend Zeit. Ich bewegte mich fortan zwangläufig nach der Galloway-Methode  weiter.  Jeff Galloway ist Erfinder der Run-Walk-Run - Laufmethode, deren Kernstück geplante Gehpausen beim Training und beim Marathon-Wettkampf sind.   Aufgrund der nunmehr immer länger werdenden Gehpausen kühlte jedoch mein Körper mehr und mehr aus und nach 25 Runden (= 47,5 km) hatte ich endgültig die Schnauze voll von diesem kalten, grauslichen Wind. Ich fand keinerlei Motivation (selbst die 50 `er Marke nicht) bis zum Schluss noch weitere 25 Minuten auf der Strecke zu bleiben. Zwar wohlwissend in die Cupwertung gekommen zu sein, verließ ich Lassee nicht mit einem überschwänglichen Running-High. Ich war letztlich nur froh und glücklich die restlichen Stunden des Tages windgeschützt verbringen zu dürfen.