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Aktuelles

Das Zeichen am Baum (12.12.2022) - Gedicht von Gerhard Hovorka für die FDL

 

Dezembermorgen. Ich laufe auf der Hauptallee im frischen Schnee.

Die Allee schaut heute endlos aus.

Viele Male bin ich hier mit dem Verein gelaufen.

Ich weiß, die Hauptallee ist nicht endlos.

Die kahlen Kastanienbäume stehen mir Spalier.

 

Im hinteren Teil scheint plötzlich die Sonne.

Mehr Schnee, keine Leute.

Hier ist er, der Baum mit der aufgemalten Drei.

Einer der Bäume mit der Markierung vom Laufverein.

Ein wichtiger Orientierungspunkt beim gemeinsamen Training.

Und jetzt immer noch für mich.

 

Den Laufverein gibt es nicht mehr.

Die Zeit und die Pandemie waren zu viel ihn.

Die Läufer und Läuferinnen aber gibt es noch.

Und der Orientierungsbaum ist noch jung.

Er wird uns allen noch viele Jahre Kennung und Orientierung sein.

Vor allem im Winter wo es uns in verstärkt in die Hauptallee zieht.

 

Der Winter.

Der Paprika auf meiner Loggia ist heute Nacht endgültig erfroren.

Aber die Brennnesseln haben überlebt.

 

27. Welsch-Marathon vom 7. Mai 2011

Bericht von Heinz Müller

Für das Jahr 2011 habe ich mir als Frühlingsmarathon den Welsch-Marathon ausgesucht. Martin Wolkowitsch war auch schnell von dieser Idee begeistert, da er, so wie ich, diesen anspruchsvollen Marathon noch nie gelaufen ist. Seine Freundin Christa begleitete ihn und war als Nordic-Walkerin dabei. Ihre Zeit für den Viertelmarathon war 2:09:22, eine tolle Leistung auf dieser hügeligen Strecke. 

 Nach meinen Knieproblemen im Februar, welche sicher auch auf mein zu hohes Gewicht zurückzuführen waren, schaffte ich innerhalb von 4 Wochen dank Metabolischer Ernährung, fast 15 kg abzunehmen, sodass ich mit 75,5 kg am 7.5. an den Start gehen konnte.

 Am Vorabend fand im Zielgelände in Wies, in einem großen Festzelt, ein Benefizkonzert für eine neue Schule in Äthiopien statt. Opus spielte als Hauptgruppe alle ihrer besten Hits und die Stimmung war wirklich toll. Nach einer kurzen Nacht im wunderschönen neuen Hotel IWEIN in Eibiswald, welches seit heuer von Familie Weber mit viel Liebe und Freude geführt wird, brachten uns nach dem reichlichen Läuferfrühstück der Shuttlebus zum Start nach Ehrenhausen.

 Dort traf ich wieder Werner, Ernst und Helmut, die neben fast 300 Läufern die Marathondistanz mit 1.440 Höhenmeter in Angriff nahmen. Um 10:00 erfolgte der Start und Martin, der eine Zeit von 4 Stunden anpeilte, war bis auf einen kurzen Pinkelstopp nach rund 2 Km nicht mehr zu sehen und lief mit einer Zeit von 3:56:56 ein super Rennen und wurde gesamt 99er. Nach Siegfried Knar, dem schnellsten der Freunde des Laufsports, der mit 3:16:51 gesamt 10er wurde, finishte Helmut in tollen 3:45:29 und auch er war gleich nach dem Start dahin.

 Ich begann gemeinsam mit Werner und Ernst und hoffte, einige Zeit gemeinsam mit ihnen die ersten Kilometer zu bewältigen. Der Anstieg nach Burghausen und dann die vielen kleinen Gegensteigungen bei Ratsch und Glanz gingen zu Dritt im Nu vorbei und kurz vor 12 Uhr waren wir schon in Eichberg, wo die Halbmarathonläufer,  auf ihren Start warteten. Bald war der höchste Punkt erreicht und rasch ging es bergab. Einige Minuten später überholten uns die ersten Halbmarathonis und in einer S-Kurve spürte Ernst plötzlich seinen Ischias. Er konnte aber mit uns weiterlaufen und nach dem rund 3 Kilometer langen Flachstück nach St. Johann im Seggautal kamen wir nach Wuggau. Dort war der Start des Viertelmarathons sowie der Nordic-Walker. Es gab wieder eine der 21 Labestellen, die schon für viele wegen der wärmer werdenden Temperatur immer wichtiger wurden.

 Doch dann ging’s so richtig los. Ein steiler Anstieg folgte und nur mehr wenige bewältigten diese laufend. Werner war einer von den harten und als er merkte, dass für ihn eine Zeit von unter 4 Stunde möglich sein könnte, lief er in seinem Tempo voran. Er schaffte es schließlich in einer Superzeit von 4:00:28. Ich schloss mich den Gehern an und nach Erreichen der Anhöhe lief ich wieder weiter. Doch das Tempo von vorher konnte ich nicht mehr halten, da mir von dem vielen Bergablaufen die Unterschenkel brannten. In der Hoffnung keinen Krampf zu bekommen, legte ich zwischendurch Gehpassagen ein. Bei einer der letzen Labstellen, die von Familie Weber betreut wurde, gab es noch einen Müsliriegel und damit schaffte ich auch noch die letzte 2 Kilometer, die bergab zum Ziel nach Wies führten. Der Vorname auf der Startnummer wurde immer öfter gerufen und so stand einem kurzen Endspurt nichts im Wege.

 Glücklich überquerte ich die Ziellinie und freute mich sehr, dass ich mein 25. Marathon, der sicher einer der anspruchsvollsten, aber auch schönsten war, in der Zeit von 4:13:53 beenden konnte.

 Ich freue mich schon auf den Welschmarathon 2012 der nächstes Jahr am 5.5. stattfinden wird und dann von Wies nach Ehrenhausen führt.