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Aktuelles

Das Zeichen am Baum (12.12.2022) - Gedicht von Gerhard Hovorka für die FDL

 

Dezembermorgen. Ich laufe auf der Hauptallee im frischen Schnee.

Die Allee schaut heute endlos aus.

Viele Male bin ich hier mit dem Verein gelaufen.

Ich weiß, die Hauptallee ist nicht endlos.

Die kahlen Kastanienbäume stehen mir Spalier.

 

Im hinteren Teil scheint plötzlich die Sonne.

Mehr Schnee, keine Leute.

Hier ist er, der Baum mit der aufgemalten Drei.

Einer der Bäume mit der Markierung vom Laufverein.

Ein wichtiger Orientierungspunkt beim gemeinsamen Training.

Und jetzt immer noch für mich.

 

Den Laufverein gibt es nicht mehr.

Die Zeit und die Pandemie waren zu viel ihn.

Die Läufer und Läuferinnen aber gibt es noch.

Und der Orientierungsbaum ist noch jung.

Er wird uns allen noch viele Jahre Kennung und Orientierung sein.

Vor allem im Winter wo es uns in verstärkt in die Hauptallee zieht.

 

Der Winter.

Der Paprika auf meiner Loggia ist heute Nacht endgültig erfroren.

Aber die Brennnesseln haben überlebt.

 

6-h-Lauf Wals am 9.4.2011

Bericht von unserer LT-Gruppenleiterin Lilly Moshammer

Da ich verletzungstechnisch relativ lange pausieren musste( über 3 Monate konnte ich nicht richtig trainieren), war der 6h-Lauf in Wals für mich eine Art Testlauf. Mein Ziel war es, die 6 Stunden in einem Schnitt zwischen 5.30 und 5.45 zu laufen, das wäre eine Kilometeranzahl von 64-66.

Am Freitag reisen mein Team: mein Mann, mein Sponsor der Firma „pcp“ und dessen Frau nach Salzburg an. Bis Sonntag wollen wir im Ökotel nächtigen.

Obwohl ich schon viele Wettkämpfe bestritt, beschleicht mich immer noch eine gewisse Nervosität und schlafe sehr schlecht in der Nacht zuvor. Also gehe ich eher unausgeschlafen an den Start.

Leider ist es am Samstag sehr windig, etwas zu kalt (für meine Begriffe) aber trocken. Es ist schön alte bekannte Gesichter zu sehen, die Ultragemeinschaft ist ja nicht sehr groß und es kennt jeder jeden. Mein Team und ich suchen uns einen geeigneten Platz, wo wir meine Verpflegung aufstellen können und bald gesellt sich auch unser Helmut zu uns, der natürlich größere Ziele geplant hat!!! Durch Plauderei verläuft die Zeit wie im Flug und schon stehen wir vor der Startlinie und ein weiterer 6 stündiger Kampf beginnt. Zum Ersten Mal  trage ich bei einem Wettkampf meinen Garmin, um mich tempomäßig zu kontrollieren.

Ich finde relativ schnell in ein gutes Tempo und laufe die ersten 2 Stunden zwischen 5.11-5.20.

Wie zu erwarten läuft Sabine Hofer ein Wahnsinnstempo, sie hält ja den österr. Rekord mit 77,9 km!!!! –das stelle sich mal einer vor. An 2. Stelle liegt eine deutsche Läuferin, die ebenfalls sehr stark ist und 72 km am 6-er stehen hat. Überraschenderweise liegt Alexandra Heiml an 3. Stelle und läuft ebenfalls super (sie muss so zwischen 5.05-5.15 laufen). Ich liege an 4. Stelle.

In der 4. Stunde überholt mich eine weiter Läuferin, aber ich lasse mich nicht verleiten, mit ihr zu kämpfen, da ich mein Tempo um die 5.20 beibehalten möchte. Hier hat mir meine Erfahrung das 1. Mal sehr geholfen, denn früher hätte ich sicher gefightet und hätte mich vielleicht verbrannt. Mir geht es gut, ich werde gut verpflegt und meine Verletzung ist gut ausgeheilt. Plötzlich sehe ich Alexandra vor mir – also auf zum Überholen – wieder 4. Platz. Nach einer weiteren Runde sehe ich die 3. Platzierte Läuferin vor mir – auch sie scheint nicht mehr viel Kraft zu  haben – also schnupfe ich auch sie noch. Es geht mir noch immer gut, natürlich wird es immer zäher und ich werde jetzt auch etwas langsamer ( 1 km war sogar mit 5.33), aber ich bin immer noch zwischen 5.18 – 5.28.

Leider muss Helmut sein Tempo drosseln, da er starkes Seitenstechen und Magenprobleme bekommt. Probleme bei einem Ultralauf sind leider trotz hervorragender Vorbereitung nie vorhersehbar.

Die Leistungen in Wals sind wieder gigantisch: Sabine Hofer läuft neuen Rekord mit 78,271 km und damit auch Weltrekord in ihrer Altersklasse! Bei den Herren fällt ebenfalls der alte Rekord, den neuen erläuft David Lilek mit 82,941 km. Ein Neuling ist ebenfalls auf der Bühne erschienen: Christian Doppler läuft in seinem 1. Ultralauf 82.252 km.

Ich bin ebenfalls sehr zufrieden: mit 67,491 km erreiche ich den 2. Platz in der W 40 und den 3. Platz in der Gesamtwertung.

Auf diesem Weg möchte ich mich recht herzlich bei meiner Sponsorfirma der „pcp“ bedanken, sowie bei meinem Betreuerteam: meinem Mann, Fredi und Gitti. Auch bei allen, die mir zu Hause die Daumen drückten.

DANKE!!!!!!!!!!!

Pauline

fdl