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Aktuelles

Das Zeichen am Baum (12.12.2022) - Gedicht von Gerhard Hovorka für die FDL

 

Dezembermorgen. Ich laufe auf der Hauptallee im frischen Schnee.

Die Allee schaut heute endlos aus.

Viele Male bin ich hier mit dem Verein gelaufen.

Ich weiß, die Hauptallee ist nicht endlos.

Die kahlen Kastanienbäume stehen mir Spalier.

 

Im hinteren Teil scheint plötzlich die Sonne.

Mehr Schnee, keine Leute.

Hier ist er, der Baum mit der aufgemalten Drei.

Einer der Bäume mit der Markierung vom Laufverein.

Ein wichtiger Orientierungspunkt beim gemeinsamen Training.

Und jetzt immer noch für mich.

 

Den Laufverein gibt es nicht mehr.

Die Zeit und die Pandemie waren zu viel ihn.

Die Läufer und Läuferinnen aber gibt es noch.

Und der Orientierungsbaum ist noch jung.

Er wird uns allen noch viele Jahre Kennung und Orientierung sein.

Vor allem im Winter wo es uns in verstärkt in die Hauptallee zieht.

 

Der Winter.

Der Paprika auf meiner Loggia ist heute Nacht endgültig erfroren.

Aber die Brennnesseln haben überlebt.

 

Kahlenberglauf am 03-01-2010

ERSTER LAUF ÜER DEN KAHLENBERG IM JAHR 2010 am 03-01-2010
ein Bericht von Kurt Ulreich

Nach dem uns der Kahlenberg am 02.01.2010 wegen Schlechtwetter (starker Regen ) abgeworfen hat, wagen wir einen Tag später einen weiteren Versuch diese besondere Trainingseinheit erstmalig im neuen Jahr zu bewältigen.
Vier unermüdliche (Martin U. Christian M. Christian U. und Kurt U.), die anderen halten noch ihren Winterschlaf, laufen wir um 06:00 Uhr (am Sonntag gönnen wir uns eine Stunde Schlaf mehr) von unserem Clublokal „SCHÜTTEL“ bei -3 Grad und trockenen Bedingungen weg.
Wir laufen am Donaukanal bis Nußdorf, dort über den Nordsteg nach Grinzing und weiter über die Höhenstraße auf den Kahlenberg, lassen dort die Kahlenbergkirche rechts liegen und laufen weiter bis zum Leopoldsberg.
Nach einer kurzen Trinkpause laufen wir sofort (es hat da oben -7 Grad) retour zur Höhenstrasse und dort weiter nach Klosterneuburg.
Am Weg nach Klosterneuburg haben wir leider etwas Gegenwind und wir haben das Gefühl es hat -10 Grad und mehr.
Man glaubt der Schweiß gefriert auf der Haut.
Wir werden aber für diese Mühen sehr belohnt. Ab Klosterneuburg laufen wir der Donau entlang der Sonne entgegen und die erwärmt nicht nur unser Herz.
Auf der Strecke bleiben wir zweimal stehen um unseren Schwanenvater Christian U. die Möglichkeit zu geben sein schon beinahe 30 Kilometer weit mitgetragenes alte Brot an seine Schwäne, Möwen, Enten usw. zu verfüttern. Eine gute Tat im neuen Jahr schadet auch einem altgedienten Ultraläufer nicht.
Nach 03:18:00 sind wir nach 34 Kilometer, zwar etwas müde und durchgefroren, aber sehr zufrieden mit dem geleisteten, wieder in unserem Clublokal.
Eine heiße Dusche, eine frisch gekochte Suppe sowie „a guate Jaus´n“ aus dem Waldviertl, mitgebracht von unserem Freund Christian M. wecken wieder unsere Lebensgeister und wir gehen danach sehr zufrieden nach Hause und freuen uns schon wieder auf den nächsten Trainingslauf der ganz besonderen Art.

Weiterhin viel Spaß beim Sport und g´sund bleiben, wünscht Kurt.