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Aktuelles

Das Zeichen am Baum (12.12.2022) - Gedicht von Gerhard Hovorka für die FDL

 

Dezembermorgen. Ich laufe auf der Hauptallee im frischen Schnee.

Die Allee schaut heute endlos aus.

Viele Male bin ich hier mit dem Verein gelaufen.

Ich weiß, die Hauptallee ist nicht endlos.

Die kahlen Kastanienbäume stehen mir Spalier.

 

Im hinteren Teil scheint plötzlich die Sonne.

Mehr Schnee, keine Leute.

Hier ist er, der Baum mit der aufgemalten Drei.

Einer der Bäume mit der Markierung vom Laufverein.

Ein wichtiger Orientierungspunkt beim gemeinsamen Training.

Und jetzt immer noch für mich.

 

Den Laufverein gibt es nicht mehr.

Die Zeit und die Pandemie waren zu viel ihn.

Die Läufer und Läuferinnen aber gibt es noch.

Und der Orientierungsbaum ist noch jung.

Er wird uns allen noch viele Jahre Kennung und Orientierung sein.

Vor allem im Winter wo es uns in verstärkt in die Hauptallee zieht.

 

Der Winter.

Der Paprika auf meiner Loggia ist heute Nacht endgültig erfroren.

Aber die Brennnesseln haben überlebt.

 

Genusslauf Lobau 3.3.2012

Genusslauf Lobau am 3. März 2012 (Auf den Spuren Napoleons)

08:45 h war ich noch ein bisschen skeptisch, doch letztendlich sollte sich meine Vorahnung als richtig erweisen:

Seit etwa 5 Jahren führe ich Genussläufe durch, am 3. März 2012 war nun jener mit Rekordbeteiligung - um 9:00 h starteten vom TP U2 Station Donaustadtbrücke 21 FreundInnen des Laufsports, später stieß vereinbarungsgemäß noch Vera zu uns – macht zusammen 22 !!!!!

 Vielen der engegenkommenden Walkern und Spaziergängern  war - ob unserer riesigen Gruppe – nicht nur Überraschung, sondern auch Ehrfurcht in die Gesichter geschrieben ...

 Unser Lauf führte uns erst auf die Donauinsel, etwa nach 2,5 km überquerten wir bei der Steinspornbrücke die Raffineriestraße, und tauchten nach einem kurzen Stop beim Nationalparkhaus in die Tiefen der Lobau ein. Das rasch gefundene Tempo zwischen 6:30 bis 6:45 schien für alle der riesigen FdL-Gruppe perfekt zu passen.

 Alexander, unser Genusslaufleiter an diesem Tag, absolviert viele seiner Trainingsläufe von zu Hause ins Büro in diesem Gebiet und kennt alle Wege, jede der zahlreichen Gabelungen wie seine Westentasche. Wir hatten also dem zielsicheren Alex an diesem strahlenden Frühlingsmorgen nur zu folgen und verfolgten zwischendurch interessiert seinen Ausführungen bei den  insgesamt 6 Gedenksteinen: Brückenkopf – Hauptquartier – Napoleon Straße – Friedhof der Franzosen - Pulvermagazin – Übergangsstelle über den Fluss entlang des “Napoleon-Rundwanderweges“. Alles nochmals nachzulesen unter http://www.wien.gv.at/umwelt/wald/erholung/nationalpark/freizeit/napoleon.html

Ausgeschrieben war dieser Genusslauf mit „etwa 20 km“, dann ergab eine Hochrechnung bei einem Zwischenstopp etwa bei km14 aber ein bisschen mehr, nämlich „26 km“...

Beinahe alle GenussläuferInnen trugen dies mit äußerster Gelassenheit, kein Wunder und völlig klar, sind ja alle bestens trainiert.

 Josef‘s (schriftliches) Resümee: „ ... der heutige Lauf war ein sehr langer, aber ein Genusslauf. Die Strecke mit geschichtlichem Hintergrund war toll ...“

 Alex schrieb: „Ich möchte mich auf diesem Weg für die tolle Begleitung der kampfstarken "Freunde des Laufsports" Kompanie bedanken. Erzherzog Alexander konnte somit gemeinsam mit Feldmarschal Peter erfolgreich die Schlacht gegen die Franzosen in der Lobau bestreiten. Auch, wenn wir Verwundete und Verletzte zu beklagen hatten, konnten letztens doch alle aus den feindlichen Gebieten wieder herausgeholt werden und es war für den einen oder anderen österreichischen Soldaten zwar kein Genusslauf, sondern ein hoffentlich toller Genusskampf gegen den eigenen Schweinehund und nach genau ausgemessenen 26 Kilometern hieß es "Wir haben gesiegt".

Euer Erzherzog Alexander

Und  meine Betrachtung: Auch wenn ich mich an diesem Tag als „Verletzte“ aus dem feindlichen Gebiet bergen lassen musste: Ein Genusslauf in der einmaligen Kombination mit Geschichtsunterricht - in Gesellschaft von so vielen Lauffreunden - ein einzigartiges (Lauf)erlebnis !!

Wegen nicht zu beseitigender Veirrungsgefahr werde ich es auch in Zukunft vorziehen, nur mit hundertprozentig ortskundigen Begleitern in der Lobau zu laufen. Die nächste Gelegenheit dazu werden wir im Herbst dieses Jahres haben (hurra, Alex nimmt uns wieder .... und die Angabe der Distanz in der Ausschreibung ist dann nicht notwendig, denn die kennen wir ja schon  .... )

 Eure Monika

google-earth-Betrachtung der Laufstrecke

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